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Praxis f. Kinder- und Familientherapie

Verhaltenstherapie

Der Begriff Verhaltenstherapie wurde von dem Psychologen Eysenck eingeführt und bezeichnet im Allgemeinen therapeutische Verfahren, die auf eine Veränderung des Verhaltens abzielen.

Jede Verhaltenstherapie erstrebt also, neue Einstellungen (bzw. Bewertungen und Gedanken) und Verhaltensweisen zu erarbeiten, die schließlich eine bessere Lebensqualität ermöglichen oder aber die Alltagsbewältigung erst wieder ermöglichen, die z.B. bei jemanden mit Angst – einer so genannten Phobie - (u. entsprechendem Meidungsverhalten) vor Treppenhäusern und Fahrstühlen empfindlich eingeschränkt ist.

Im Mittelpunkt einer solchen Therapie stehen dabei Veränderungsprozesse des Verhaltens wie Neulernen, Umlernen und Verlernen. Hierbei können verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen. Zum Beispiel werden durch das spezielle Verfahren der so genannten „Systematischen Desensibilisierung“ Phobien (unbeherrschbare Angstzustände in Bezug auf Situationen oder Objekte, wie z. B. Platzangst oder eine Spinnenphobie) behandelt. Hierbei wird eine schrittweise Annäherung an das gefürchtete Objekt oder die gefürchtete Situation bei gleichzeitiger Ausübung angsthemmender Tätigkeiten (z.B. Entspannungsübungen) bewirkt.

Weitere häufig angewandte Verfahren der Verhaltenstherapie sind in folgender Tabelle aufgeführt:

Verfahrensbezeichnung 

Anwendungsgebiete 

Verfahrensbeschreibung 

Rational-Emotive Therapie, Kognitive Therapie

Depressionen

Ablauf in drei Phasen: Erkennen der sich automatisch aufdrängenden Gedanken als Ursache für negative Emotionen. Herausgearbeitete Wahrnehmungen, Denkweisen und Einstellungen werden auf ihre Angemessenheit hin untersucht. Erarbeiten alternativer Interpretationen und Einstellungen

Entspannungstechniken: Progressive Relaxation, Biofeedback, Autogenes Training

Psychosomatische Beschwerden (Rücken-, Kopf- und Magenschmerzen, Bluthochdruck, usw.), Konzentrationsmangel, Angst

Die einzelnen Verfahren beschreiben unterschiedliche Wege zu körperlicher Entspannung (über willentliche An- oder Entspannung), jedoch ist ihnen das Ziel, der bewussten Wahrnehmung eines entspannten Muskels gemeinsam

Gedankenstopp

Zwangsgedanken

Lernen, unerwünschte Gedanken durch Training eines Stoppsignals zu kontrollieren bei zusätzlichem Einsatz eines positiven Alternativgedankes

Konfrontative Methoden

Zwangshandlungen

Konfrontativ werden die Zwangsmuster durchbrochen

Selbstbeobachtung

Partnerschaftsprobleme, Süchte, Zwänge

Unerwünschtes Verhalten (z.B. Aggression gegen den Partner) wird vor der Ausführung und erwünschtes (z.B. "trotz Verlangen - keine Zigarette geraucht) unmittelbar nach der Ausführung aufgezeichnet.

Positive Verstärkung

Aufbau von Verhalten, das selten gezeigt, aber dennoch gewünscht wird (z.B. kontinuierliches Lernen vor Prüfungen)

einüben, sich selbst zu belohnen, z.B. nach unangenehmen Tätigkeiten angenehme folgen zu lassen.

Rollenspiel

Soziale Ängste, auch psychosomatische Beschwerden ausgelöst durch Rollenkonflikte z.B. in Lebensgemeinschaften

Je nach therapeutischer Aufgabenstellung werden Situationen (z.B.: Chef um Gehaltserhöhung bitten) gespielt und damit neues Verhalten eingeübt.

Diese Darstellung verhaltenstherapeutischer Verfahren sollte nicht dazu verleiten, eine einzelne Methode schon als umfassende Therapie zu verstehen. Eine Psychotherapie ist eine sehr komplexe Behandlung, die weit mehr erfordert als das Anwenden einzelner Verfahren.

So stellen die hier angeführten Behandlungsmethoden nur einen kleinen Ausschnitt aus dem großen Repertoire an verhaltenstherapeutischen Standardverfahren dar. Die kurze Beschreibung der einzelnen Verfahren sollte nicht dazu verleiten, sich selbst zu therapieren, da diese Darstellung hier sehr stark verkürzt wiedergegeben ist. Zudem beruht die Wirksamkeit der verschiedenen Techniken letztlich auf die Einbindung in einen Therapieplan, der von einem ausgebildeten und erfahrenen Psychotherapeuten erstellt werden muss. Generell gilt jedoch, dass der Klient aktiv bei der Therapiegestaltung miteinbezogen wird, und dass er sich jederzeit über die Wirkweise und das Vorgehen vom Therapeuten informieren lassen kann und darf