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Praxis f. Kinder- und Familientherapie

Tiefenpsychologisch fundierte Therapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Therapie ist ein psychoanalytisch begründetes Verfahren, das seinen Ursprung in den Arbeiten Freuds ("Traumdeutung", 1900; u.a.) hat und seither in der praktischen Arbeit fortwährend weiterentwickelt wurde.

Dieses Verfahren geht davon aus, dass psychische Störungen ihre Ursachen in den frühen lebensgeschichtlichen Erfahrungen haben. Wir wissen alle, dass jeder Mensch in der Kindheit und Jungend Konflikte erlebt, die verarbeitet werden müssen.

Wenn man aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage war, diese "angemessen" zu lösen oder zu bewältigen, dann bleibt aus tiefenpsychologischer Sicht der Konflikt "unbewusst" im Gedächtnis erhalten und wirkt sich in Form von psychischen oder körperlichen Symptomen bis in die Gegenwart aus.

Vereinfacht gesagt entstehen psychische Probleme also dann, wenn jemand problematische Beziehungen zu wichtigen anderen Menschen (vor allem zu den Eltern) hatte und lange Zeit nicht in der Lage war, diese Schwierigkeiten zu lösen. Dies kann z.B. bedeuten, dass jemand zu wenig oder auch zu viel Nähe und Bestätigung durch die Eltern oder ein Elternteil erfahren hat. Oder jemand konnte nicht lernen, mit Grenzen, Grenzüberschreitungen seitens der Eltern oder mit Zurückweisung umzugehen. Diese psychische Störung (z.B. ständige innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Ängste, Zwänge, Depressionen) wird dann als ein Signal dafür verstanden, dass die Beziehungskonflikte in veränderter Form bis heute fortbestehen.

Tiefenpsychologen nehmen an, dass den Betroffenen die eigentlichen Ursachen für ihre Krankheiten oder Störungen nicht bewusst sind. Das heißt, ein Mensch, der Ängste oder psychosomatische Kopfschmerzen entwickelt hat, weiß nicht, dass diese Beschwerden das Ergebnis dieser frühen Erfahrungen sind. Er weiß nicht, dass diese Beschwerden aufgrund der gestörten Beziehung zur Mutter, zum Vater oder zu anderen wichtigen Bezugspersonen entstanden sind.

Aus tiefenpsychologischer Sicht wird davon ausgegangen, dass es möglich ist, sich der "eigentlichen Ursachen" bewusst zu werden. Durch das "Verstehen" und "Durcharbeiten" der eigenen lebensgeschichtlichen Hintergründe kann dann auch das aktuelle Problem bewältigt oder gelöst werden.

So verfolgt die tiefenpsychologisch fundierte Behandlung das Ziel der Aufarbeitung vergangener Erlebnisse und Erfahrungen, indem versucht wird sich diesen Inhalten durch Gespräche anzunähern, um diese somit wieder bewusst zu machen und anders als früher mit Hilfe des Therapeuten oder der Therapeutin in die Lage versetzt zu werden, mit diesen Konflikten und den damit verbundenen Gefühlen umzugehen. Hierbei werden auch aktuelle Beziehungskonflikte, z.B. Streit mit dem/der Partner/in, Mobbing am Arbeitsplatz, etc. miteinbezogen.